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Schluss mit dem Generationen-Bashing

Generationen Thema zwischen Baby-Boomer und Gen Z

Schluss mit dem Generationen-Bashing: Wie dein KUMU vom "Und" profitiert.


Hand aufs Herz: Kannst du die Schlagzeilen über die „faule Generation Z“ oder die „festgefahrenen Babyboomer“ noch hören? In der Theorie wird oft ein tiefer Graben zwischen den Generationen gezogen. Doch in meiner täglichen Arbeit als People & Culture Experte sehe ich: Dieser Graben existiert oft nur in den Köpfen – und er kostet Schweizer KMU wertvolle Zeit und Energie. Es ist Zeit, die Debatte zu führen und mit dem Nutzen anzufangen. Bei HRBC glauben wir nicht an Generationen-Konflikte, sondern an Generationen-Synergien.


Das Problem: Vorurteile als Wachstumsbremse

Oft begegnen mir Vorurteile auf beiden Seiten. Die Erfahrenen denken: „Die Jungen wollen nicht mehr richtig anpacken, verschwinden für sechs bis zwölf Monate auf Reisen, interessieren sich kaum fürs Tagesgeschäft und drücken sich vor der Verantwortung.“ Die Jungen wiederum glauben: „Die Älteren blockieren jede Neuerung, arbeiten träge mit veralteten Methoden und kleben an ihren Strukturen.“ Wenn diese Bilder die Zusammenarbeit bestimmen, passiert genau eines: Stillstand. Das Wissen fliesst nicht mehr, die Stimmung sinkt und die Innovationskraft bleibt auf der Strecke. In unseren KMU haben wir aber einen riesigen Schatz: Erfahrene Berufsleute mit enormem Insider-Wissen und junge Talente mit einer natürlichen Affinität zu neuen Technologien und Arbeitsformen. Das Ziel muss sein, diese beiden Welten zu vereinen und wertvolle Synergien zu nutzen.


Der HRBC-Ansatz: Wissen trifft Speed

Wie bringen wir diese Gruppen zusammen, ohne dass es knallt? Hier kommen unsere zwei Kernpfeiler ins Spiel:


  1. Wertschätzung der Erfahrung: Die erfahrenen Mitarbeitenden sind die Hüter des Firmen-Know-hows. Wir müssen Wege schaffen, wie dieses Wissen gesichert wird, bevor sie das Unternehmen verlassen. Wenn ein Senior merkt, dass sein Wissen als Fundament für die Jungen dient, gibt er es gerne weiter. Und das Beste: Mitarbeitende, die in den Ruhestand verabschiedet werden, können im Nachhinein als wertvolle Mentoren für die junge Generation erhalten bleiben. So bleibt die Verbindung bestehen.

  2. Frischer Speed durch neue Impulse: Die jüngere Generation bringt eine natürliche Agilität mit. Ja, sie hinterfragen Prozesse und fordern Flexibilität für ihre Lebensentwürfe (wie die erwähnten Reisen) – und das ist eine Chance! Wenn wir dieses Hinterfragen als Impuls zur Optimierung sehen, profitiert der ganze Betrieb von moderneren, effizienteren Abläufen.


Drei Tipps für echte Zusammenarbeit im KMU • Mentoring in beide Richtungen: 

Warum nicht mal „Reverse Mentoring“? Der Junior zeigt dem Senior neue digitale Tools, während der Senior dem Junior zeigt, wie man komplexe Kundenbeziehungen über Jahre pflegt und handwerkliche Kniffe anwendet, die in keinem Lehrbuch stehen. • Gemeinsame Werte statt Altersgruppen: Konzentriert euch auf das, was euch verbindet. In einem KMU ist das oft der Stolz auf das Produkt oder der familiäre Umgang. Das Alter spielt hier nur eine Nebenrolle, wenn das Ziel gemeinsam verfolgt wird. • Psychologische Sicherheit: Wie wir im letzten Beitrag gesehen haben: Vertrauen ist die Basis. Nur wer sich sicher fühlt, traut sich, vom anderen zu lernen – egal ob man 25 oder 62 Jahre alt ist.


Fazit: Die Mischung macht’s

Hör auf zu schimpfen, fang an zu nutzen. Ein Team, das aus verschiedenen Generationen besteht, ist wie ein gut eingespieltes Orchester: Es braucht die tiefen, beständigen Töne der Erfahrung genauso wie die hohen, schnellen Impulse der Neugier. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir in deiner Firma die Generationen-Brücke bauen und dein Talent-Gedächtnis zukunftssicher machen – über den Ruhestand hinaus.



 
 
 

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